Das Projekt

Als eines der zentralen Verkehrsinfrastrukturprojekte soll der geplante Hafentunnel Cherbourger Straße zukünftig die leistungsfähige Verkehrsanbindung des Überseehafens und der hafennahen Gewerbegebiete an die Autobahn A27 sicherstellen. In der jetzigen Bauvariante des Tunnels wird vor allem die Bevölkerung in großem Maße entlastet, da Verkehre von der oberirdischen Straße zukünftig durch den Tunnel fahren werden.

Die Cherbourger Straße

Die Cherbourger Straße verläuft in Ost-West-Richtung und stellt den nördlichsten Bremerhavener Autobahnzubringer zur Bundesautobahn A27 dar. Sie sichert die Anbindung des Überseehafengebietes einschließlich der hafennahen Industrie- und Gewerbegebiete an das Bundesfernstraßennetz aber nur unzureichend.

Zur Schaffung einer auch zukünftig leistungsfähigen Hafenanbindung, verbunden mit einer Entlastung der kritischen Knotenpunkte im derzeitigen Straßennetz der Cherbourger Straße, bietet eine Trennung des Hafenverkehrs vom sonstigen städtischen Individualverkehr die optimale Lösung.

So verläuft der Tunnel

Als Ergebnis aus dem Vergleich von einer Vielzahl von Varianten stellt sich eine im Tunnel geführte Trassenlage südlich des derzeitigen Verlaufes der Cherbourger Straße als beste Lösung dar. Die Tunneltrasse verläuft im östlichen Abschnitt bis zu 200 Meter südlich der Cherbourger Straße unterhalb des Eichenwegs. Im mittleren Abschnitt ist sie unterhalb der Claus-Groth-Straße geplant und biegt westlich der Claus-Groth-Straße unter den bestehenden Verlauf der Cherbourger Straße wieder ein. Diese Straßen, die oberhalb des Tunnels verlaufen, werden nach Abschluss der Baumaßnahme wieder hergerichtet und für die Bewohner nach einem modernen städtebaulichen Konzept optimal gestaltet.

Der Anschluss des Hafentunnels im Osten erfolgt über Ein- und Ausfahrrampen an der Cherbourger Straße. Durch diesen Anschluss ist eine leistungsfähige und verkehrssichere Führung der hafenbezogenen Verkehre gegeben. Im Westen erreicht der Tunnel über eine Rampe das Straßenniveau mittig in der Cherbourger Straße, hierbei wird der Hauptstrom der Verkehre bevorrechtigt zum Hafen geführt. Die nachgeordneten Verkehrsströme werden über so genannte „Ein- und Ausfahrkeile“ sicher an den Hauptstrom angebunden sowie abgeleitet.

Der Tunnel soll 2018/2019 in Betrieb genommen werden.

Bei dem Hafentunnel Cherbourger Straße handelt es sich um einen oberflächennahen, in offener Bauweise hergestellten Tunnel. Der zweistreifige Tunnel wird zum größten Teil (1.195 Meter) in einer Röhre im Gegenverkehr betrieben. Im östlichen Bereich teilt sich der Tunnel in zwei Röhren mit Richtungsverkehr auf, damit die niveaufreie Anbindung an die Cherbourger Straße ermöglicht wird.